Archiv für den Monat März 2011

Unbezahltes Arbeiten

Mittwoch, 09. März 2011

Unbezahlt zu arbeiten ist vielleicht okay, solange man noch nicht volljährig ist. Danach aber sollte Schluss damit sein, denn man ist auch in einem Praktikum eine vollwertige Arbeitskraft und sollte entsprechend der Leistung vergütet werden. Verlangt direkt, was ihr Wert seid. Und wenn die Euch noch so oft erzählen, wie wichtig ein Praktikum sei. Die wollen nur die produktivste Zeit Eures Lebens für umsonst und erzählen Euch dafür sonstwas für Märchen. Und wenn Ihr in einem von Arbeitslosigkeit geplagten Bundesland wie Thüringen lebt, in dem man es sich wegen des (noch) reichlich vorhandenen Fachkräfte-Pools meint erlauben zu können, dieses wie den letzten Dreck zu behandeln und auszunutzen, dann mein weiterer dringender Rat: Nichts wie weg.

Arroganz unter Studenten?

Mittwoch, 09. März 2011

Die Arroganz ist zu einem gewissen Teil anerzogen und kein spezielles Symptom der Informatiker, sondern findet sich quer durch alle akademischen Berufe, mit unterschiedlicher Ausprägung. Das fängt während des Studiums an, wenn die studierenden Kinder den Bekannten ‘vorgeführt’ werden (auch in Abwesenheit) “Informatik, das ist aber schwer, da mußt Du ja ein kluger Junge sein”, und nach dem Studium bekommt man dann als erstes die Karrierechancen unter die Nase gehalten, egal ob Eignung vorhanden oder nicht. Als einziges Regulativ findet man, soweit vorhanden, ein nicht-akademisches Elternhaus und entsprechende Freunde/Bekannte, die einen auf dem Teppich halten.

Ein weiterer Punkt ist der Konkurrenzkampf/Hochnäsigkeit der Fachbereiche untereinander - z.B Medizin oder Physik. Wenn man sagt, man arbeitet in der Medizin, dann denkt man direkt an jemanden Gebildeten. Ob derjenige jetzt klassisch ausgebildet oder in der alternativen Medizin, beispielsweise Ayurveda (Ayurveda bietet Heilmassagen und ähnliches an), das ist dort egal. Das gleiche bei Physik, Mathematik und BWL. Ich bin während meines Studiums (Physik) definitiv nicht zur Teamarbeit erzogen worden, und ich kenne auch keinen Fachbereich, in dem das wirklich passiert. Mein Studium hat mich zwar dahin erzogen, so ziemlich alles in Frage zu stellen, aber auch hier gilt: Der Ton macht die Musik. Wer als erstes hingeht mit der Einstellung “ich weiß alles besser”, wird unweigerlich vor die Wand laufen, Studium hin oder her. Ich bin mit der Fragestellung “ich habe ja keine Ahnung, aber warum wird das so gemacht?” immer recht gut gefahren.

Nachtrag - Bildungssituation in Deutschland

Donnerstag, 03. März 2011

Wenn weder Lehrer noch der Schüler ernsthaften Wert dem Wissen oder allgemein der Bildung beimißt, kommt bei besten Methodiken nicht viel heraus. Öfters versagt sogar ehrwürdiges Engagement der Lehrer, wenn die Schüler daran keinen pragmatischen Sinn erkennen können. Davon habe ich schon viele Klagelieder von meinem Vater, der den Beruf vor 10 Jahren entgültig aufgab, hören müssen. Ich wundere mich noch, dass meiner Spross nach vielen Frustausbrüchen noch Abitur geschaffen hat.

Und so wie´s aussieht, wird´s mit dem Studium nix mehr, trotz allerbesten Abschlußnoten.  Allgemeine Bildung hat in unserer Gesellschaft kein Wert - das ist  das Problem, und nicht das wohl nicht prefekte Schulsystem per se. Wenn schon die Kinder selbst in dieser Gesellschaft vor allem als unangenehmer Stör- oder gar Kostenfaktor begriffen und dem entsprechend auch behandelt werden, muss sich keiner mehr wundern,  daß mit der Bildung hierzulande bergab geht. Alles dreht sich nur  um´s Geld (=Erfolg), Wachstumsraten, noch ein Paar fiktiven Wohlstandskriterien und konkretes Wissen - “wo muss ich da noch klicken, damit´s geht?”

Gesund Leben - wichtiger als Bildung?

Donnerstag, 03. März 2011

Ich kenne zwar das deutsche Bildungssystem nur durch meine Kinder, schätze jedoch, daß auch in De das Problem nicht im Bildungssystem per se liegt. Aus eigener Erfahrung. Bei mir hatten nur die Lehrer, Dozenten und Professoren nachhaltiges Interesse für Fach hinterlassen, die selber im Fach sehr engagiert, oder schlicht - durch sein Fach begeistert waren, und diese Begeisterung den Schülern/Studenten übermitteln konnten. Die Methodiken spielten dabei bestenfalls untergeordnete Rolle. Einziges, was dabei notwendig ist, ist allgemeine Methodik des Lernens und Unterstützung der Lernenden dabei, Interesse am Lernen vorausgesetzt. Ähnliche Beobachtungen habe ich auch bei meinen Kindern machen müssen. Deutschland geht vom der Bildungskultur weg, setzt eher auf modernes aussehen und Gesundes Leben (unten Infos). Das ist einerseits nicht schlecht, andererseits könnte man beide Aspekte sehr einfach verbinden und hätte eine beidseitige Gewinnsituation. Ein Moderner Staat, der viel Wert auf die Gesundheit und Kultur der Bürger legt. Das hört sich doch gut an.

infos auf zeitong.de

infos auf zeitong.de

Schlechte Jobs nach Studium

Mittwoch, 02. März 2011

Wer nach einen Uni-Studium einen C++ KURS braucht, den sollte das Diplom sofort wieder entzogen werden. Entweder sie kennen schon C++ oder bringen sich das selbst in kurzer Zeit bei. Einen Kurs sollte niemand nötig haben. Es ist aber so, dass an den Unis nicht nur theoretisches Zeugs gelehrt wird, ein guter Teil ist schon praxisrelevant. Der Haken ist jedoch um welche Praxis es hier geht:

Die Unis zielen darauf ab Wissenschaftler auszubilden. (Das tun sie auch und zwar sehr gut) Wenn ich jedoch mal in die ct in die Stellenanzeigen schaue, so sind für viele Stellen (bei denen Dipls gesucht werden !) Uniabsolventen absolut “überqualifiziert”, diese Stellen haben nichts, aber auch gar nichts mit Forschung und Entwicklung zu tun. (Ich meine mit Entwicklung nicht einfach nur Programme, sondern völlig neue Produkte entwickelnu.d.gl.) Was passiert denn dann ? Die guten Uni Leute fassen diese Stellen nicht mal mit der Kohlenzange an. (Zitat eines (fachlich guten) Kommilitonen: “Mein Alptraum ist es, irgendwo als kleiner Sysadmin zu enden.”) Da auf diese Stellen nun unbedingt Leute mit Diplom sollen, nimmt man die, die man kriegen kann - Absolventen, die nicht die Möglichkeit haben, um solche Stellen einen grossen Bogen zu machen. Nun ja, was folgt dann für die Fähigkeiten dieser Leute ?

Möglichkeiten der Weiterbildung - Praktikum im Foto Betrieb

Mittwoch, 02. März 2011

Es gibt auch Leute die nach einer Ausbildung sich in Form eines Studiums weiterbilden und es gibt auch die Berufsakademie mit einem dualen System ähnlich wie in der dualen Ausbildung zwischen Vorlesungnen (schulisch) und einem Arbeitgeber (praxis). Ebenso gibt es die Möglichkeit wärend dem Studium sich schon ein Nebenjob in seiner Branche zu suchen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Beispielsweise war ich mal in einem Fotoladen, der ungefähr so funktionierte wie Fairposter (das hier meine ich:).

Hat gut gepasst, da ich ja Grafikdesign studierte und ich ziemlich gute und wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, die man so im Studium nicht bekommt. Außerdem war es interessant, in einem Betrieb zu arbeiten, wo es alle möglichen Tätigkeiten gab und diese auch erklärt wurden. Also, das ist ein ziemlich großes Plus für Praktika in der Studienzeit.